Niederrheinische Bucht - Nord-Süd-Schnitt - Station 2

Schnittzeichnung

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Die letzte Epoche in der Entwicklungsgeschichte der Erde ist die Erdneuzeit. Sie begann vor etwa 70 Millionen Jahren mit der Periode des Tertiärs.

Durch Bewegungen der Erdkruste sank die Niederrheinische Bucht gegenüber dem Rheinischen Schiefergebirge tiefer ab und zerbrach in einzelne Schollen. Das Meer überflutete die absinkende Niederrheinische Bucht von Nordwesten her und stieß dabei bis zum Nordrand der Eifel vor. Der Nordteil der Niederrheinischen Bucht, so auch das heutige Sonsbeck, lag unter Meeresbedeckung. In der Kölner Bucht entstand eine flache, beckenförmige Landschaft aus Urwald, Mooren und Moorseen. Hier wuchsen unter tropischen Klimabedingungen Mammutbäume, Sumpfzypressen, gewaltige Laubbäume und Palmen. Über der absinkenden Erdkruste der Kölner Bucht häufte sich Schicht auf Schicht aus abgestorbenen Wäldern. Vom sich allmählich heraushebenden Schiefergebirge strömten in die Niederrheinische Bucht Flüsse, die die nun schon 400 m mächtige Schicht, aus abgestorbenen Bäumen und Mooren mit Kies, Sand und Schlamm überschütteten. Die Flussablagerungen wurden immer dicker, ihr Druck auf die Schicht nahm immer mehr zu, sodass schließlich aus der 400 m dicken Schicht aus Pflanzenresten Braunkohle wurde. Die Flüsse schnitten sich immer weiter nach Süden in das Schiefergebirge ein, nahmen immer neue Bäche und Flüsse auf, bis schließlich die großen Flusssysteme von Rhein und Maas entstanden waren.